Die Schmuckscheibe guljaka wird als Gewandknopf verwendet, der den Vorderausschnitt des Kleides schließt. Im Allgemeinen wird unter guljaka ein „Blumenkragen“ verstanden. Etymologisch liegt eine Interpretation nahe, die von gul = göl(See, Teich) und jaka (Kragen, Rand, Ufer)ausgeht. Die guljaka wird tagtäglich getragen und gehört nicht zur Ausstattung des Hochzeitsschmucks. die Verbreitung der Schmuck in den Gebieten Turkmeniens und Afghanistan ist die guljaka besonders im Siedlungsbereich der Jomud anzutreffen, der von Tasauz in Nordturkmenien bis nach Nordostpersien reicht, aber auch bie den Göklan, die an den Fußläufen des Candyr und Sumbar in Nordostchorosan leben. Erst Anfang der 20er Jahre des 20.Jh.n.Chr. soll die guljaka bei den Nochorlie, Murcali und Teke aufgetreten sein. Der Schmuck-Typ verbreitet sich von Westen nach Osten, von den Jomud zu den Teke, und ist Heutzutage bei allen Turkmenischen Stämmen und auch bei Paschtunen in Süd-afghanistan anzutreffen. Bei den Paschtunen hat die Guljaka keinen großen Umfang und ist mit angelöteten, Plättchen und farbigen Glassteinen, seltener mit Karneol, besetzt. Im Unterschied dazu steht die teilvergoldete Schmuckscheibe der Teke, bei denen Typ unter der Bezeichnung Selpeli guljaka einen ganz eigene Gestaltung erfolgt. Er wurde zuerst von den Teke der Oase von Murgab angefertigt und zeichnet sich durch den behang aus.
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